THE HISTROY CHANNEL

Pressemeldung

Cosma Shiva und Eva Maria Hagen überreichen den

- Bundesweiter Geschichtspreis von HISTORY, FOCUS-SCHULE Online und P.M. HISTORY geht an Brandenburger Schülergruppe

- Jurymitglied Guido Knopp: "Die durch den History-Award angeregten Begegnungen mit der älteren Generation haben wohl alle bereichert."

Unter dem Titel "Oma, Opa - wie war das damals eigentlich?" hatten HISTORY und seine Partner FOCUS-SCHULE Online und P.M. HISTORY im Januar zur Teilnahme am Geschichtswettbewerb um den History-Award aufgerufen. Die Schüler sollten mit der Großelterngeneration über prägende Vorbilder, Werte und Erlebnisse sprechen und ihre Projekte als Filmvideo mit Begleittext einreichen. Die Schirmherrinnen Cosma Shiva und Eva Maria Hagen, Repräsentantinnen dieses Generationenverhältnisses, überreichten den History-Award heute in Hamburg an drei Schüler aus dem brandenburgischen Eichwalde.

In einem Bühnengespräch von Prof. Dr. Guido Knopp (ZDF) mit Cosma Shiva und ihrer Großmutter Eva Maria Hagen ging es ebenfalls um prägende geschichtliche Ereignisse und um ihre jeweiligen, persönlichen Vorbilder. Eva Maria Hagen sprach unter anderem über ihre Erlebnisse in der DDR, in der sie und ihr Lebensgefährte Wolf Biermann von der Stasi überwacht worden waren.

Dr. Sascha Priester, Jurymitglied und Redaktionsleiter P.M. HISTORY und P.M. PERSPEKTIVE:
"Für den diesjährigen History-Award traf die Generation derjenigen, für die der Zweite Weltkrieg im persönlichen Erleben gerade noch präsent oder nur noch ein Nachhall ist, auf diejenige Generation, die erst nach der deutschen Wiedervereinigung geboren ist - die den Kalten Krieg und das geteilte Deutschland nur noch aus dem Geschichtsbuch kennt. Das große Engagement aller teilnehmenden Schüler, ihr Bemühen darum, in den Dialog mit der Großelterngeneration zu treten und so mehr über die Vergangenheit und damit über die eigene Geschichte zu erfahren, ist sicher die wichtigste Botschaft des History-Awards 2010."

Die Gewinner des History-Awards stellten ihr Projekt selbst vor. Für ihre mediale Zeitreise auf den Spuren des "Sandmännchens" in Ost und West mit dem Titel "Memory: Zwei Seiten - eine Geschichte. Sandmännchens Erben" bekamen die drei Schüler des Humboldt-Gymnasiums Eichwalde, Brandenburg, den hölzernen Award in der H-Form des HISTORY-Senderlogos. Der zweite Platz ging an das Interviewprojekt "Leben zu Großmutters Zeiten?" von Gymnasiasten der Mülheimer Luisenschule in Nordrhein-Westfalen. Platz drei belegten die Kinder der "Rostocker Journalistenschule für Jugendliche", die sich mit Zeitzeuginnen über deren Migrationserfahrungen in den Vierziger Jahren und ihre eigenen Erfahrungen als "Kinder in einem fremden Land" unterhalten hatten. Schüler des Sächsischen Matthes-Enderlein-Gymnasium Zwönitz hatten ihren Beitrag dem gegenseitigen Unverständnis von Jung und Alt gewidmet und erreichten damit Rang vier. Die fünftplatztierten Gesamtschüler der Fritz Karsen Schule in Berlin Neukölln hatten sich unter der Anleitung des Künstlers Kain Karawahn zu Gesprächen mit der Großelterngeneration an Lagerfeuern im Schulhof getroffen und zahlreiche Einzelinterviews folgen lassen. Grundschüler aus dem Niedersächsischen Moorriem lernten aus ihren gefilmten Gesprächen mit einem Zeitzeugen vieles über die prägenden Folgen von Umsiedlungen im Zuge der Flurbereinigung und wurden mit dem sechsten Platz geehrt. Um das Schülerleben damals und heute, vor allem aber um die Bedeutung der Schule dreht sich der siebtplatzierte Beitrag des Mariengymnasiums im Nordrhein-Westfälischen Warendorf. Schüler der integrierten Gesamtschule des Rheinland-Pfälzischen Deidesheim-Wachenheim befragten Zeitzeugen zum Thema Flucht und Vertreibung und präsentierten ihre eigenen Vorbilder. Delegationen der genannten Teilnehmergruppen waren zur Preisverleihung nach Hamburg gekommen, insgesamt hatten sich Schüler aus sieben Bundesländern beteiligt.

Die Bewertung der Beiträge erfolgte durch eine hochkarätige Jury sowie durch die Internetnutzer, die ihre Stimme auf der Wettbewerbsseite http://www.history-award.de/ abgeben konnten.

Der History-Award wurde 2005 vom Doku-TV-Sender HISTORY ins Leben gerufen und wird seither einmal im Jahr verliehen. Ziel ist es, zur aktiven Auseinandersetzung mit jährlich wechselnden geschichtlichen Themen anzuregen und Geschichtsprojekte einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Award ist mit 2500 Euro von HISTORY dotiert, für die Plätze zwei und drei stiftete Sky in diesem Jahr 500 und 250 Euro. Für die weiteren Teilnehmer gab es außerdem Zeitschriftenabonnements von P.M. HISTORY und der KNAUR Verlag stellte den nach Hamburg gereisten Schülern 50 Exemplare der Bücher "Oma, erzähl mal!" und "Opa, erzähl mal!" zur Verfügung.

Auszüge aus den Jurywertungen zum Siegerprojekt:

Helmut Markwort, FOCUS:

"Die Schüler und Schülerinnen des Humboldt-Gymnasiums schauen auf 60 Jahre Fernsehgeschichte zurück. Ein kleiner Mann der ersten Fernseh-Stunde, das Sandmännchen, das den Zusammenbruch der DDR überlebt hat, bildet den Aufhänger für die fantastische Idee. Spielerisch, mithilfe eines Memory-Spiels, brachte das Gewinnerteam thematisch zueinander passende Geschichten und Erlebnisse von Zeitzeugen über die verschiedenen Generationen zusammen. Wie das Sandmännchen, kam auch das Memory 1959 auf den Markt. Das Versprechen des Titels des Beitrags wird spannend und treffend eingelöst. Die ,Mitspieler' erhalten ein lebendiges Bild vom Leben in der DDR."

Prof. Dr. Guido Knopp, ZDF:

"Eine phantasievolle Zeitreise mit dem doppelten Sandmännchen und dem selbstentwickelten Sandmännchenspiel führt die Hortkinder aus Eichwalde zur Beschäftigung mit der eigenen Region und der deutsch-deutschen Vergangenheit. Die Kinder erfahren so spielerisch, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten im geteilten Deutschland waren. Ein Paradebeispiel dafür, dass Geschichte für alle Altergruppen interessant sein kann."

Dr. Christian Hartmann, Institut für Zeitgeschichte:

"Das Ganze ist eine fast schon professionelle Doku geworden, professionell im Hinblick auf Thema, Gliederung, Umsetzung - übrigens auch in filmischer und graphischer Hinsicht. Gut gefallen hat mir die klare Botschaft der Interviewpartnerin Frau Schönherz, die daran erinnert, was sich alles in unserer Medienlandschaft verändert hat. Bestechend aber vor allem ist die Idee, mit dem Sandmännchen ein Stück Kultur-, Medien- und Mentalitätsgeschichte darzustellen. Da müsste auch ein professioneller Historiker erst einmal drauf kommen. Ganz klar Platz eins für diesen sehr professionellen und klugen Beitrag."

Marcus Ammon, SKY:

"Die Schüler greifen ein gesamtdeutsches Thema auf, das sie im geschichtlichen Kontext erzählen. Die Interviewpartner sind geschickt ausgewählt, die filmische Umsetzung ist engagiert und versucht auf charmante Weise, professionelles TV zu kopieren. Die mediale Beeinflussung verschiedener Generationen am Beispiel des 'Sandmännchens' und dessen Geschichte, produktions-technisch wie redaktionell beleuchtet, verbindet Alt und Jung und bedient sich eines Klassikers der gesamtdeutschen Geschichte. Die spielerische Fortführung mit der Entwicklung eines eigens gestalteten 'Memory'-Spiels zeigt daneben eine hohe kreative und engagierte Leistung auf."

Weitere Informationen zum History-Award finden sich unter http://www.history.de/.

HISTORY zeigt aufwendige Dokumentationen zu historischen Ereignissen aller Epochen. Der deutschsprachige, digitale Pay-TV-Kanal wird als Joint Venture von NBC Universal Global Networks Deutschland und AETN international betrieben und wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz via Kabel und Satellit sowie als IP- und Mobil-TV verbreitet. Eine Auswahl der Sendungen von HISTORY ist als Video on Demand-Angebot unter der sendereigenen Plattform http://www.video.history.de/ oder bei maxdome, T-Online, Arcor und Alice verfügbar.

Bilder Bilder zum Download


Verleihung des HISTORY-AWARDS 2010

Verleihung des HISTORY-AWARDS 2010

Verleihung des HISTORY-AWARDS 2010

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